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duesseldorf-thiesen.jpgSicher haben Sie die Berichte über das Berliner und über das Düsseldorfer Meilenwerk im British Classic Cars Magazin gelesen. (Heft.1/2005 und Heft 3/2007). Das machte natürlich auch uns neugierig.

Nachdem wir bereits vor ein paar Wochen, im Rahmen einer Oldtimerveranstaltung, das ehemalige Straßenbahndepot in Berlin besucht hatten, waren wir (mein Partnerin und ich) nun auch in Düsseldorf. Wir haben uns die Aufgaben geteilt. Während sie Wichtiges in den Gassen rings um die Kö erledigte, bin ich zur Harffstraße 110 A weitergefahren. Eine gute Idee. Kein Stress und jeder konnte so seine Zeit sinnvoll nutzen.

duesseldorf-bentley.jpgKonzept und Gestaltung in beiden Werken ist ähnlich. Auf den hinter Glas geschützt liegenden Stellplätzen, sind wunderschöne Classic Cars zu sehen. Einige blitzsauber, anderen sieht man noch die Spuren der letzten Ausfahrt an. Auch der alte Bentley trägt noch stolz die Spuren der letzten Sportveranstaltung. In der zentalen Halle des Düsseldorfer Meilenwerkes sind die Fahrzeuge, von verschiedenen Händlern, halbkreisförmig um das im Zentrum liegende Cafe ausgerichtet. So kann man, bei einer Tasse Kaffee und einem Snack, in Ruhe träumen und den Anderen bei ihrem Träumen zusehen. Macht Spaß, eine gute Idee.

Auf Nachfragen sagte man mir, „das Meilenwerk ist kein Museum, es kostet ja auch keinen Eintritt". Das ist sicher nicht der wesentliche Unterschied zum Museum. Im Museum sind tote Dinge ausgestellt, im Meilenwerk lebendige, obwohl auch diese schon etwas älter sind. Sicher waren Sie schon in Sinsheim oder auch in Speyer. Dort stehen wunderschöne Oldtimer, Flugzeuge und Lokomotiven auf Stelzen und für 1 € kann man einiges kurzzeitig in Bewegung gesetzt werden. Ringsherum ist alles mit Goodies voll gestopft. Sicher auch schön, aber eben anders. Museum!

ddorf010.jpg Wenn man sich im Meilenwerk etwas Zeit lässt, dann kann man zu sehen, wie der alte Rolls Royce mit Decken und Picknick-Köfferchen für den Ausflug bestückt wird. Aus dem Tragekorb schaut noch eine Flasche Champus heraus. Oder der von der Ausfahrt zurückkommende rote, offene 356er Porsche. Ihm und seinem offensichtlich glücklichen Fahrer, sieht man die Spuren des Ausfluges an. Irgendwann bemerkt man auch, dass das sehr seltene Fiat 500 Cabrio auch ausgeflogen ist. Das ist nicht Museum, das ist toll. Gepflegte Classic Cars leiden nicht wenn man sie nutzt. Im Gegenteil. Stehen würde ihnen deutlich mehr schaden. Und damit das so bleiben kann, dafür sorgen die im Meilenwerk angesiedelten Firmen. Dort finden Sie Spezialisten, die sich mit altem Leder, Dynamos, Motoren und Blech auskennen. Für Oldtimer braucht man Fachleute, die nicht nur Chips und Blechteile auswechseln können. Natürlich finden Sie auch Spareparts, Versicherer und Verleiher von Classic Cars. Mit etwas Glück ist sogar noch ein Platz für Sie frei, um noch an einer der gut organisierten Ausfahrten teilnehmen zu können.

Wirklich eine gute Idee, ein Meilestein für den richtigen Umgang mit Oldtimern.

Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer Galerie. Angemeldete Teilnehmer bekommen diese auch etwas größer zu sehen.

Freitag, 05. Oktober 2007
Jürgen Feye-Hohmann
Partex Global GmbH
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