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Mehr als 30 Tsd Zuschauer

Rennveranstaltungen, die auf  Dänemarks flachen, für Fahrzeuge befahrbaren Stränden ausgetragen werden, haben eine lange Tradition. Die Idee dazu hatte Svend Simmelkjær vor 100 Jahren, bei einem seiner Spaziergänge an Jütlands Westküste.  1919 wurde das erste Rennen auf der kleinen Insel Fanø gestartet und jetzt jährte sich das zum 100sten Mal.

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Es ging immer um Zeiten und um möglichst hohe Geschwindigkeit. Seit 1923 ist Sir Malcom Campbell unübertroffener Rekordhalter, der auf der Strecke eine Geschwindigkeit von mehr als 240 km / h erreichte. In 2024 versuchte er seinen Rekord zu verbessern. Dabei verlor sein Rennwagen ein Rad, das einen 15-jährigen Zuschauer traf und ihn tötete. Nach diesem schrecklichen Unfall wurden die Rennen eingestellt. Kaum jemand würde sich daran erinnern, wären da nicht eine handvoll dänischer Oldtimer-Enthusiasten, welche die Tradition des dänischen Rennsports aufrecht erhalten wollen. Vorteilhaft daran war natürlich auch, dass dadurch eine Möglichkeit geschaffen wurde, um ihre, aus heutiger Sicht, etwas ungewöhnlichen Fahrzeuge, im Wettkampf gegen einander auf sicherem Terrain zu testen.
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Neu ist der Name "Rømø Motor Festival".

Seit 2016 gibt es diese Veranstaltung, die u.a. wegen der einfacheren Anreise für Besucher und Teilnehmer nicht mehr auf der kleinen Insel Fanø ausgetragen wird. Die Nachbarinsel Rømø hat eine feste Verbindung zum Festland und genauso weitläufige, flache Strände. Der Lakolk Beach ist für das Rennen bestens geeignet.
Bei der ersten Veranstaltung zählte man gerade mal 40 Fahrzeuge. In 2018 waren bereits über 100 Fahrzeuge und Rennteams aus 11 verschiedenen Ländern dabei.Dieses Jahr waren es 115 Fahrzeuge. Das schnellste Motorrad (und schnellstes Fahrzeug überhaupt) war die 1938er REX Speedway Maschine von Johan Lundgren (S). Mit einem 500 ccm JAP-Motor erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit: 119 km / h - ein neuer Rekord für das Festival.
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Das schnellste Auto war dieses Jahr der riesige, amerikanischen La France von 1914 von Rene Cardue (GE), welcher von einem 27-Liter-Hispano-Suiza-Flugzeugmotor angetrieben wird. Höchstgeschwindigkeit: 108 km / h.
Nicht alle Teilnehmer von 2018 durften auch dieses Jahr teilnehmen. Dadurch wurden jetzt auch andere, hochinteressante Fahrzeuge gezeigt werden.
In 2018 war zum Beispiel ein originaler OPEL Rennwagen unter den Teilnehmern, der bereits bei den Vorkriegsrennen auf Fanø teilgenommen hatte. Dieses Jahr waren 2 der äußerst seltenen Lakester-Rennwagen dabei, für deren Karosserie Flugzeugabwurftanks genutzt wurden. Die Tanks wurden in den 1930er Jahren bei Jagdflugzeugen verwendet um deren Reichweite zu verbessern. In den historischen Rennwagen verbesserten diese, durch ihr geringes Gewicht und die windschlüpfige Form, die Fahrleistungen der Fahrzeuge deutlich. Viele der Racer wurden von zarter Hand bewegt, so auch die beiden „Tank-Fahrzeuge“. Auch auf dem Sattel der Harleys zeigten mehrere Frauen, dass sie auch bei vermeintlichen Männersachen mithalten können.
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Historisch oder Schrott auf Rädern?
Einige der Rennfahrzeuge traten top restauriert und dicht an dem Werksauslieferungszustand an. Der überwiegende Teil war jedoch deutlich verändert. Ein deutscher Prüfer, der die H-Fähigkeit dieser Fahrzeuge hätte beurteilen sollen, wäre vermutlich an seine Grenzen gekommen. Kaum etwas hätte zu den Vorgaben in der aktuellen "Richtlinie zur Begutachtung von historischen Fahrzeugen" gepasst.
Dabei sind die Regeln des Veranstalters für den Zustand der Fahrzeuge sehr genau und auch bei Modifikationen von Antrieb und Karosserie, wird auf zeitgerechte Veränderungen geachtet.
Die Geschichte der Hot Rods beginnt in den späten 30ger Jahren. Für Rennen auf amerikanischen Salzseen wurden alte Autos vom Schrottplatz optimiert. Um Gewicht zu sparen wurden, bei den meist verwendeten Ford-Fahrzeugen von 1928 bis 1934, die Leistung gesteigert. In den 40ger Jahren wurden originale 4 Zylindermotoren durch den Ford-V8-Flachkopfmotor ersetzt. Oft wurde auch die leichtere Ford A Karosserie auf den stabileren B Rahmen gesetzt. Das Gewicht wurde durch entfernen überflüssiger Anbauteile auf ein Minimum reduziert. Verdecke, Motorhauben, Lampen, Scheiben, Kotflügel, Stoßstangen unwichtiges Interieur wurden entfernt. Bei Limousinen wurden die Dachholme gekürzt, was ebenfalls das Gewicht, vor allem aber den Windwiderstand der Fahrzeuge reduzierte.
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Fast alle teilnehmenden Fahrzeuge passten exakt zu dieser Beschreibung. Der teilweise rattige Zustand steht jedoch nicht für Abstriche bei Sicherheit und dem technischen Zustand des Antriebbereiches. Alle Fahrzeuge wurden vom Veranstalter sehr genau geprüft. Die allgemeine Regel für eine Teilnahme lautet: Fahrzeuge und alle nachträglich verwendeten Anbauteile wurden vor 1947 gefertigt. Das gilt auch für nachgefertigte Teile, die dem Zustand von damals entsprechen müssen. Ganz wichtig war natürlich die Sicherheit der Fahrzeuge.
Viele der Rennfahrzeuge, auch die der deutschen Teilnehmer, waren mit historischem Kennzeichen zugelassen. Kotflügel und vieles mehr wurde so abgebaut, dass diese mit wenigen Handgriffen wieder montiert werden konnten. Wenn es denn sein musste.
Ganz wichtig war dem Veranstalter das Outfit der Fahrer und der Teams. Manche Enthusiasten kennen das vom Goodwood Revival. Auch dort kleidet sich der überwiegende Teil der Besucher zur Veranstaltung passend. Auf Rømø war das ähnlich. Sehr viele Gäste warene mit ihren historischen Fahrzeugen angereist und hatten sich dazu passend angezogen. Für die Pressefritzen, die teilweise sogar historische Film- & Fotogeräte nutzten, galt die Vorgabe natürlich auch. Macht wirklich Spaß.
Das schnellste Motorrad (und bisher schnellstes Fahrzeug überhaupt) war die 1938er REX Speedway Maschine von Johan Lundgren (S). Mit einem 500 ccm JAP-Motor erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit: 119 km / h - ein neuer Rekord für das Festival.
Die Stimmung im Fahrerlager war unbeschreiblich. Auch wenn kurz vor dem Start ordentlich Adrenalin ausgeschüttet wurde, gab es kein Gegeneinander sondern ein Miteinander und ein sich gegenseitig helfen. Wenig Stress, aber ein breites Grinsen bis an die Ohren stand im Vordergrund. Dass sich das auf die Zuschauer übertrug, versteht sich von selbst.
Eine tolle Veranstaltung die wir gerne auch für 2020 gerne weiter empfehlen. Der Besuch lohnt sich.
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Hier im Youtube-Film das schnellste Bike in diesem Jahr.

Donnerstag, 05. September 2019
Jürgen Feye-Hohmann
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