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Wann sollte man bei einem Oldtimer das Motoren-Öl wechseln? Die Firma Wagner hatte schon im letzten Herbst in einer Presseinformation daran erinnert, dass dies vorzugsweise am Ende der Oldtimer-Saison passieren sollte. Verunreinigungen durch Wasser, Säuren, Abrieb und Verbrennungsrückstände sollten vor der Ruhezeit aus dem Motor entfernt werden. Genauso wichtig wie der Ölwechsel, ist auch das Abschmieren mit den richtigen Fetten.*
Vor allem bei stark belasteten, beweglichen Verbindungen ist regelmäßiges Abschmieren besonders wichtig. Dazu gehören z.B. Lagerstellen im Bereich der Vorderradaufhängung oder die Kreuzgelenke der Kardanwelle. Gerade bei veralteten, historischen Konstruktionen ist das besonders wichtig.

Was passieren kann, wenn das zu lange nicht erfolgt ist, können wir an einem Beispiel zeigen.
Der Morris Minor auf den Fotos ist von 1957. Er wurde vor über 10 Jahren stillgelegt. Erst viele Jahre später wurde mit seiner Restauration begonnen. Das lange Stehen, in einer ungeheizten Halle, ist ihm nicht gut bekommen. Die aufwändige Restauration ist inzwischen abgeschlossen. Die Vollabnahme beim TÜV hat er mit fehlerfreien Ergebnis passiert.

.Probefahrt
Aktuelle Vorderachse
Gelenkwelle Müller 1
Gelenkwelle Müller 16
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Nicht ganz so schön waren die Vibrationen, die bei der ersten Probefahrt auftraten. Das deutliche Klicken, das vor allem bei Lastwechseln auftrat, deutete auf Mängel im Bereich der Kardanwelle hin. Verschleiß an den Kreuzgelenken machen sich so bemerkbar. Auch hier waren diese sehr stark verschlissen.Sie machten nicht nur Geräusche, sondern beeinflussen auch den Rundlauf der Welle. Die dadurch entstehenden Vibrationen erzeugen u.U. so starke Kräfte, dass das Lager am Differential und das Getriebe-Endlager beschädigt werden können.
Spezialisten, die Kardanwellen reparieren und auch auswuchten können, gibt es nur wenige. Die Firma Gelenkwellen Roman Müller in Herford ist ein solcher Spezialist. Hier werden verschlissene und beschädigte Wellen repariert und auch nach Zeichnung oder Muster neu erstellt.
.Gelenkwelle Müller
.Montiert
.Gelenkwelle Müller
.Gelenkwelle Müller
Gelenkwelle Mülle
.Gelenkwellen Müller
.Gelenkwelle Müller
.Gelenkwelle Müller
.Gelenkwelle Müller
.Gelenkwelle Müller

Eine gute Adresse für unseren Problemfall.
Das beide Kreuzgelenke stark verschlissen waren, stellte Herr Müller schon bei einer ersten Prüfung fest. Kein Problem für seine Firma. Selbst für historische Fahrzeuge sind viele Ersatzteile am Lager oder können kurzfristig beschafft werden.
Vor dem Tausch wurde die Welle gereinigt und repariert. Das Auswuchten geschieht auf einer speziellen Maschine, die auch das Wuchten von geteilten Gelenkwellen erlaubt. Ganz wichtig ist natürlich auch die Prüfung des Rundlaufes. Auch hier kann die Ursache für Vibrationen liegen.
Bei unserem Projekt war alles in Ordnung. Nach dem Aufbringen neuer Ausgleich-Gewichte wurde sie noch schwarz lackiert und ist mindestens so gut wie vor 60 Jahren, als der britische Kleinwagen gebaut worden ist.
Nicht jeder Mechaniker weiß wo die Schmiernippel Ihres Klassikers versteckt sind. Es schadet nicht, wenn Sie ihm die Kopie eines Schmierplans mitgeben. Dass auch moderne „Oldtimer“ noch den Abschmier-Service brauchen wird bei Klassikern aus dem Hause Morgan deutlich. Dessen Vorderachse ist eine Konstruktion aus dem ersten Threewheeler von 1909. Sie wird seitdem praktisch unverändert gebaut und wird auch heute noch so in den meisten Morgan-Modellen verwendet. Sie sollte möglichst vor jeder längeren Reise abgeschmiert werden. Für die Kardanwelle gilt das hier natürlich auch.

Das richtige Öl
Guten Rat zu den richtigen Ölen, Fetten und mehr findet man bei ClassicIndex.eu unter "Schmiermittel".
Hochinteressant zu dem Thema "richtig schmieren" ist auch dieser Auto-Motor-Sport Bericht über den Morgan +8. Der Morgan-Spezialist Andre Koopmann sagte zum Thema Schmiermittel folgendes: "Der Weg zum Fachbetrieb lohnt"
Da werden 20 Euro beim Hinterachsöl gespart - und nachher bekommt man eine Rechnung über 4.000 oder 5.000 Euro für eine neue Hinterachse serviert", nennt Koopmann ein krasses Beispiel. Tatsächlich ist die Wahl des korrekten Schmierstoffs beim Hinterachs- und Schaltgetriebe von entscheidender Bedeutung. Doch woher sollte eine x-beliebige Werkstatt wissen, dass zum Beispiel in das Rover-Vierganggetriebe Motoröl gehört, während im später verbauten Fünfganggetriebe ein Automatiköl gehört?

Ansicht beim Tanken
Bactofin
Cover
Flat Jack
Treibstoffzusätze

Winterschlaf-Anzüge
ein schützender Überzug / Car Cover für den Winterschlaf sollte aus weichen, waschbaren Textilien hergestellt werden. Anbieter und kompete Beratung findet man hier. Von äusserst günstigen faserverstärkten Kunststoff-Hüllen oder Planen ist dringend abzuraten. Das Fahrzeug schwitzt darunter bei Themperatur-Wechseln und Luftbewegung können am Ende feine Schleifspuren auf dem Lack verursachen.

Reifen-Luftdruck
Wenn ein Fahrzeug über eine lange Zeit nicht bewegt wird, kann sich auch das Gummi der Reifen plastisch verformen. Mit einer deutlichen Erhöhung des Luftdruckes (3,5 Bar) kann man diese Verformung reduzieren und einem sogenannten Standplatten vorbeugen. Ergänzend dazu hilft hier noch der Einsatz von Reifen-Schuhen oder Reifen-Luftkissen. Die hiermit  erreichbare runde Auflagefläche wirkt der Verformung ebenfalls entgegen.

Treibstoff / Korrosion im Tank
Früher reichte es, wenn der Treibstofftank bei längeren Standzeiten komplett gefüllt war, um die Korrosion der Metallwände zu vermeiden. Das ist heute sogar noch wichtiger als früher, um das Eindringen von Feuchtigkeit, durch die sogenannte Tankatmung zu vermeiden.

Den meisten modernen Treibstoffen wird Bio-Ethanol zugesetzt. (E10 10% und Super 5 %). (Bio-) Ethanol greift nicht nur Dichtungen und Benzinleitungen an. Ethanol = Alkohol verursacht schwerwiegende Korrosion an Metallteilen, weil es hygroskopisch ist, also Feuchtigkeit aus der Luft bindet. Tank, Vergaser-Schwimmerkammer usw. können betroffen sein.  Gleichzeitig entsteht bei der Alterung des Kraftstoffes eine aggressive Essig- und Ameisensäure, die das Korrosionsproblem noch verstärkt. 

Zwar sind dem modernen Treibstoffen stabilisierende Zusätze beigemischt, welche sich jedoch schon nach kurzer Zeit abbauen. Fachleute empfehlen daher bei Fahrzeugen, die längere Zeit nicht genutzt werden, Treibstoffe ohne diesen Enthanol-Anteil zu tanken. Aral (Ultimate 102 Oktan) und Shell (V-Power 100 Oktan) bieten das z.B. an. Diese Treibstoffe sind geringfügig teurer, der Einsatz kann trotzdem, über alles gesehen, die Reparaturkosten Reduzieren.
Ebenfalls sehr hilfreich sind Stabilisatoren die dem Treibstoff beigemischt werden. Produkte der Firmen Wagner-Spezialschmierstoffe (Bactofin) und von Liqui Moly (Benzin Stabilisator) Sind hier zu empfehlen. Auch diese Zusätze reduzieren das Korrosions-Risiko im Treibstoffsystem. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den Anbieter-Seiten.
Sehen Sie dazu auch den sehr detaillierten Testbericht der Oldtimermagazins "MARKT"

Dienstag, 16. Oktober 2018
Jürgen Feye-Hohmann
Partex Global GmbH
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