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Erinnerungen an einen der besten Rennfahrer aller Zeiten und an einen zweimaligen Weltmeister

jimiclark-logoAn diesen Wochenende findet auf dem Hockenheimring zum dritten Mal das Jim Clark-Revival statt. Mit 650 Starten in 18 Rennserien wird das Jim Clark-Revival weltweit zu einer der größten Motorsport-Veranstaltungen.

Wer aber war Jim Clark, jener großartige schottische Rennfahrer, an den das nach ihm benannte Revival erinnert?

Jim Clark galt in den sechziger Jahren als der Rennfahrer schechthin. Einen „Hype", wie ihn bis 2006 Michael Schumacher in Deutschland und seit zwei Jahren Fernando Alonso in Spanien auslösten, gab es allerdings damals noch nicht.

Die Medienlandschaft war noch ganz anders, Live-Übertragungen von großen Motorsport-Ereignissen nur selten möglich. Es war eine andere Zeit. In den fünfziger und sechziger Jahren standen Sicherheitsaspekte noch weit im Hintergrund. Neben den oft aus gesperrten Landstraßen gebildeten Rennstrecken standen dicke Bäume und drohten Felsen und tiefe Abgründe. Von Leitplanken kaum eine Spur. Und die Rennwagen glichen rasenden Benzinfässern. Fast in jedem Jahr verunglückte einer der bekannten Rennfahrer tödlich. Von den vielen eher unbekannten Amateuren, die dieses Schicksal teilten, ganz zu schweigen.

In jenen Zeiten 25 Grand-Prix-Rennen zu gewinnen und zweimal Weltmeister zu werden und zwei weitere Titel um Haaresbreite zu verpassen - dazu beim berühmten 500-Meilen-Rennen im amerikanischen Indianapolis zu triumphieren -das war schon etwas sehr Außergewöhnliches und Überragendes.

Jim Clark, der sich viel lieber zu Hause in Schottland um die Schafe auf der elterlichen Farm kümmerte als im Rampenlicht zu stehen, galt nicht als begnadeter Techniker. Ja, man darf sogar vermuten, dass er in der heutigen, hoch technisierten Formel 1, in der die Fahrer selbst halbe Ingenieure sein müssen, gar nicht so profiliert hätte wie es ihm vor 40 Jahren möglich war.

Sein fahrerisches Naturtalent war hingegen unbestritten, die Teams rissen sich um ihn. Doch Jim Clark blieb Konstrukteur Colin Chapman und dem Lotus-Team treu und wurde 1963 und 1965 Weltmeister. Seinen letzten Grand-Prix-Erfolg feierte er im Januar 1968 im südafrikanischen Kyalami.

Am 7. April 1968 verunglückte Jim Clark unter nie ganz geklärten Umständen während eines Formel-2-Rennens auf der aus dem Motodrom wegführenden Waldgeraden des Hockenheimrings tödlich.

In den darauf folgenden Jahren wurde das Jim-Clark-Gedächtnisrennen auf dem Hockenheimring ausgetragen. Die Windschattenschlachten der Formel-2Europameisterschaft zählten alljährlich zu den Großereignissen im deutschen Motorsport-Kalender. Und nun erinnert zum dritten Mal das Jim Clark-Revival an den großartigen Rennfahrer aus Schottland.

Mittwoch, 25. April 2007
Jürgen Feye-Hohmann
Partex Global GmbH
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