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Das Museum AUTOVISION zeigt am Beispiel der Marke NSU den „Ludwig Erhard Effekt" in gelungener Ausstellung.

nsu_panoramaAltlußheim. Es sind die Jahre 1949-1966, die gerade heute, in einer von Rezession überschatteten Gegenwart noch vielen Menschen als die „gute alte Zeit" in Erinnerung bleiben. Tatsächlich ging sie als das „Deutsche Wirtschaftswunder" in die Fachbücher der Chronisten ein. Es war in der Phase des Wiederaufbaues nach den schlimmen Jahren des zweiten Weltkrieges, in der man sich hoch motiviert nach einer raschen Steigerung oder wenigstens Normalisierung der Lebensqualität sehnte. „Wohlstand für alle" war das Motto des damaligen Wirtschaftsministers Ludwig Erhard.


nsu_rollerWährend seiner immerhin einund-zwanzigjährigen Amtszeit galt er als Ikone des „Aufschwungs West". Ein ganz wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Infrastruktur war schon damals der Ausbau der Mobilität. Während 1949 ein Großteil der deutschen Bevölkerung noch mit dem Fahrrad, Bus oder der Bahn zur Arbeit unterwegs waren, bewegten sich 1953 bereits 2 Mio. Krafträder (hier spielten die in Mode gekommenen Roller eine große Rolle) und immerhin 1 Mio. Automobile - also 2% der Bevölkerung - nun motorisiert auf deutschen Straßen. Zum Vergleich: Im selben Jahr fuhr in den USA bereits jeder vierte ein Automobil.

Erst 1960 begann auch in Deutschland ein regelrechter Autoboom. Die Zahl von 4 Mio. angemeldeten Kraftfahrzeugen sollte von nun an regelrecht explodieren. Der Drang nach mehr Luxus, die in Mode gekommenen Fernreisen aber auch der Familiensinn machten den Kauf eines Automobiles nun unerlässlich. Diese Entwicklungsstufen der Motorisierung nach dem zweiten Weltkrieg mit all ihren Modeerscheinungen werden ab sofort in einer durch zahlreiche Illustrationen und Filmdokumente begleiteten Fahrzeugausstellung anhand der Marke NSU beispielhaft im Museum AUTOVISION in Altlußheim gezeigt. Die Ausstellung vermittelt gleichsam den Charme und Zeitgeist aber auch die ständigen technischen Neuerungen rund um die Neckarsulmer Motorenwerke in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hineinreichend bis in die frühen 1970er Jahre.

Gezeigt werden Automobile wie der NSU Prinz in all seinen Ausführungen, der Wankel-Spider, der RO80 bis hin zum NSU/VW K70 - alle im zeitgenössischen „gletscherweiß" gehalten. Aber auch Zweirad-Fans kommen auf ihre Kosten. Das Millionending „Quickly", der Lambretta-Motorroller, die „Superlux" u.v.a. lassen kaum noch Wünsche offen.

Zur Stärkung des nach dem 2. Weltkrieg verloren gegangenen Selbstbewusstseins war man bestrebt, im Motorsport neue Rekorde zu erlangen. Man wollte auch hier „wieder wer sein". Zu diesem Thema zeigt das Museum AUTOVISION u.a. bekannte Motorsport- und Weltrekordfahrzeuge wie den NSU „Baumm", den NSU Prinz TTS mit Derivaten bis hin zur „Münch-Mammut" sowie berühmte Weltmeister-Motorräder aus dieser Zeit. Prädikat: Empfehlenswert!

Info:
Museum AUTOVISION - die Technologie-Arena
Hauptstrasse 154
D-68804 Altlussheim
Tel.:06205-307661
Fax:06205-307662
e-Mail: hbsinvest@t-online.de
http://www.museum-autovision.de
Öffnungszeiten:
Geöffnet jeden Donnerstag bis Sonntag von 10:00-17:00 Uhr

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