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Der Termin „MANX Grand Prix Isle of Man" hat uns neugierig gemacht auf die Isle of Man.

Bei „Go Britain" wurden wir fündig. 

Die Tourist Trophy (TT) bezeichnet das seit 1907 auf der Isle of Man stattfindende Motorradrennen. Dieses findet nicht auf einem speziellen Rundkurs statt, sondern auf normalen Straßen, welche natürlich während Training und Rennen abgesperrt werden.

Start und Ziel ist in Douglas. Die 60,72 km lange Strecke stellt wie kein anderes isle_of_man.jpgRennen Anforderungen an Mensch und Material. Es ist nahezu unmöglich, sich jede Kurve und damit verbunden alle Bremspunkte zu merken. Beim Rennen gibt es kein gemeinsames Starterfeld, sondern die Kontrahenten starten zeitversetzt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt dabei ca. 200 km/h. Fast jedes Jahr kommt es zu tödlichen Unfällen. Sturzräume und -auffangbereiche sind spärlich bis gar nicht vorhanden. Die Teilnehmer bewegen sich auf dem Asphalt zwischen Steinwänden und Böschungen. Auch Kuppen, wie etwa bei Brücken, sind kaum entschärft bzw. erst in späten Jahren nivelliert worden.

Zu jeder TT gehört auch der Mad Sunday, bei dem ein Teil der Strecke abgesperrt und in einer Richtung auch für Privatfahrer freigegeben wird. Dabei kommt es allerdings nicht zu weniger Unfällen als bei den eigentlichen Rennläufen.

Die bekanntesten Fahrer sind Mike Hailwood ("Mike the Bike"), der 14 Siege bei der TT vorzuweisen hat, Joey Dunlop, der 26-mal die TT gewonnen hat, und David Jefferies, beides langjährige Rekordhalter. Seit 2006 gehört der Rundenrekord John McGuinness (mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 206 km/h). Joey Dunlop kam bei einem Rennen in Estland ums Leben, Mike Hailwood starb zusammen mit seiner 9-jährigen Tochter bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall am 23. März 1981 in der Nähe von Birmingham. David Jefferies starb während einer Trainings-Session am 29. Mai 2003 auf der Isle of Man. Deutschlands "Mr. TT" ist Siegfried Schauzu, der auf der Isle of Man nicht weniger als 9-mal den Gesamtsieg bei den Seitenwagen erringen konnte. Die erste Frau, die an diesem Rennen teilgenommen hat, war Inge Stoll.

Entstehung

Die allerersten Motorradrennen nach 1900 fanden unter dem Namen "Coupe International" abwechselnd im Land des letzten Siegers statt. Dabei wurde ein Reglement angewendet, das Gewicht der Maschine samt Fahrer vorschrieb.

Zu dieser Zeit zeichnete sich bereits ab, dass England die Spitze im Motorradrennsport einnehmen würde. Allerdings erließ die Britische Regierung eine Vorschrift, die Rennen auf nicht permanenten Rennstrecken verbot.

Die Reglementierung der Festlandrennen bzgl. Gewicht, das Verbot in England und der Drang nach Fortschritt im Motorradrennsport brachte die Lösung in Form eines Rundstreckenrennens auf der Insel Man, die eine Sonderstellung im Britischen Reich hatte und daher das Verbot nicht beachten musste.

Das erste Reglement der Tourist Trophy war einfach, einleuchtend und unkompliziert: Es gab keine Begrenzung für Motorhubraum oder Gewicht. Die Konkurrenten mussten jedoch mit einer Gallone (3,79 Liter) Benzin auf einer Einzylindermaschine die Distanz von 144 Kilometern zurücklegen, während Zweizylindermaschinen mit der gleichen Benzinmenge mindestens eine Strecke von 120 Kilometern fahren mussten.

Ebenso war ein Werkzeugsatz mitzuführen - er wurde auch wirklich gebraucht. Die Motorräder mussten gut funktionierende Auspuffanlagen, einen richtigen Sattel, Kotflügel und Reifen mit zwei Zoll Breite haben. Eine andere wichtige Bestimmung schrieb Pedale vor, damit man mit ihnen den Vorwärtsdrang unterstützen konnte - bei der ersten TT war also Pedalieren erlaubt



Mit freundlicher Genehmigung von: www.go-britain.de

Freitag, 14. März 2008
Jürgen Feye-Hohmann
Go-britain
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