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schrottplatz_in_kaudorf_jaguarDie Geschichte eines, von der Natur geschaffenen, Kunstwerkes geht zu Ende.
Wir hatten bereits in 2008 über den Schweizer Schrottplatz im Gürbetal berichtet. Dort hatte die Familie Messerli von 1933 bis heute Autos geschlachtet. Die entkernten Fahrzeuge wurden aber nicht alle verschrottet, sondern blieben auf dem Gelände stehen. Jetzt wir alles aufgelöst und versteigert.

Die Pläne seines Vaters, aus dem gesammelten Autopark eine Art Freilichtmuseum zu machen, setzte Franz Messerli leider nicht um. Dennoch blieben die Fahrzeuge  glücklicherweise weiter unberührt auf dem Gelände stehen.
Und so liegen sie noch heute da: einzelne Autos aus den 30er-Jahren, die Mehrzahl aus den 40ern bis 60ern und noch einige aus den 70ern. Aus dem Autopark ist ein Autofriedhof geworden.

Die Lagerung der Fahrzeuge entsprach jedoch nicht den aktuellen Umweltgesetzen. Aufmerksame Paragrafenreiter haben das bemerkt und sich gekümmert. Die Auflagen der Behörden wären mit so erheblichen Kosten verbunden gewesen, dass es wirtschaftlich nicht sinnvoll war diese umzusetzen. Aber selbst wenn man die komplette Fläche, wie gefordert, versiegelt hätte, wäre das von der Natur geschaffene Gesamt-Kunstwerk, bei Einhaltung dieser Auflagen, zerstört worden.

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Die Messerli Autoverwertung GmbH, wird daher bald Geschichte sein. Franz Messerli gibt seinen Abbruchbetrieb auf.

Die Fahrzeuge, oder richtiger das was von ihnen übrig geblieben ist, will Reinhard Schmidlin, (OLDTIMER GALERIE TOFFEN) am 19. September versteigern. Ursprünglich hatte Herr Messerli geplant, alle Fahrzeuge zu zerschreddern. So gesehen ist die Auktion noch die bessere Alternative. Dennoch werden dadurch die letzten Zeitzeugen schweizerischer Fahrkultur unwiederbringlich zerstört.

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Wir können verstehen, dass viele Oldtimerfreunde es nicht gut finden, dass diese Oldtimer in einem so einem erbärmlichen Zustand sind. Aber immerhin sind sie noch da.
Das Gesamt-Kunstwerk wird natürlich an Wert verlieren, wenn es zerstückelt wird. Vieles wird auch keinen Abnehmer finden können und am Ende doch in den Hochofen wandern.
Es ist nicht der erste Fall wo Umweltschutz und Oldtimer-Hobby aufeinander prallen. Den Behördenmitarbeitern hätte aber schon auffallen dürfen, dass 50 Jahre nicht mehr bewegte Oldtimer keinen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Grundwasser gefährdende Dinge wie Öl und Benzin sind vermutlich seit langem nicht mehr vorhanden. Der Parkplatz eines Supermarktes, am selben Ort, wäre in jedem Fall eine deutlich höhere Belastung für die Umwelt.
Der Förderverein „Historischer Autofriedhof Gürbetal" hat viele Unterstützer gefunden. Eine Gesetzeslücke leider nicht, sodass uns am Ende nur diese beeindruckenden Fotos bleiben werden.

Die Fotos vom Schrottplatz in Kaudorf, die uns Herr Patschkowski von www.XSDREAMS.de freundlicher weise zur Verfügung gestellt hat, sind beeindruckend.
Diese und weitere Fotos des Künstlers werden im 2010 Kalender zu sehen sein, der ab Mitte September  lieferbar sein wird.

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Dieses und weitere Bilder des Schweizer Schrottplatzes finden Sie auf der  Webseite "zero 3" des  Schweizer Peugeot-Spezialisten  Matin Kropik. (Im Album unter Autofriedhof Kaufdorf "Zerotrois")

 

 

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Diese Bilder von dem schwedischen Schrottplatz sind weniger bekannt und wurden uns von Rolf Marschner vom 1. Hammer Oldtimer-Register zur Verfügung gestellt. Ob die Schwedischen Behörden mehr Toleranz oder Weitblick haben, dass wissen wir nicht. Der genaue Ort wird nicht bekannt gegeben.

Sonntag, 23. August 2009
Jürgen Feye-Hohmann
Partex Global GmbH
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