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HomeClassic JournalWerkstattAllgemeinesDas richtige Oldtimer-Öl

Oeldosen 160Die AutoBild-Klassik hatte in ihrem Novemberheft 2014 einen Bericht über die Untersuchungen von Motorölen veröffentlicht. Unter dem Titel „Die Schmieren-Komödie" hatte man auf 2 Magazin-Seiten, mit großen Fotos und wenig Informationen, gezeigt was man kann. Oder richtiger, was Bild nicht kann.
Nur ein paar Hersteller haben in deren Test mit gut abgeschnitten, der Rest der Öle war nach Bild-Meinung ungeeignet. Selbst Öle, von bekannten Oldtimer-Spezialisten, waren bei dem Test durchgefallen. Sehen Sie dazu auch den Fall "Erwinol".
Es war nicht viel Sachverstand erforderlich, um zu erkennen, was von dem Prüf-Ergebnis zu halten war. In unserem Bericht über diese „Schmieren-Komödie" haben wir die Sichtweise des „Peugeot-Vorkriegsregister" und die eines Ölspezialisten der Firma „Wagner" veröffentlicht, weil diese das besser beurteilen können als wir.

Dass eine solcher Bericht deutlich besser gemacht werden kann, das hat die „Oldtimer Markt" mit einer eigenen Öl-Untersuchung gezeigt.
Chefredakteur Peter Steinfurth hat sich selbst der Sache angenommen. Mit Unterstützung kompetenter Schmiermittel-Experten, hat man 17 Motoröle untersuchen lassen. Das die Motoren historischer Fahrzeuge oft deutlich andere Ansprüche an ein Schmiermittel stellen, als moderne Motoren, wurde in dem Bericht deutlich.

Markt Foto oel
Foto: Oldtimer-Markt Die getesteten Motor-Öle

Warum wurde ausgerechnet das 20W-50 getestet? Experten und auch Fahrzeughersteller, empfehlen oft andere Öle, zum Beispiel 20W-60, Für Oldtimer-Motoren mit hoher Laufleistung und für älteren Motorkonstruktionen Kann das besser sein. Hinzu kommt noch, dass viele Vorkriegsfahrzeuge keine Öl-Filter haben und aus diesem Grund völlig andere Ansprüche an ein Motoröl stellen, als solche mit Filter.
20W-50 ist lt. Oldtimer-Markt im Oldtimerbereich das verbreiteteste Mehrbereichsöl. Daher hatte man dieses als Beispiel gewählt. Eine umfassendere Untersuchung wäre deutlich zu teuer geworden. In dem Oldtimer-Markt-Bericht findet man auch so viel Informationen, die für alle Besitzern historischer Fahrzeuge interessant und hilfreich sind.
Bremen 2015 160 16Den vollständigen Oldtimer-Markt-Test-Bericht können Sie „hier" down laden.
Trotzdem muss das "beste" Öl nicht das richtige für Ihren Oldtimer sein. Das erfahren Sie nur, wenn Sie sich von einem sachkundigen Spezialisten beraten lassen.
Bei CI.eu finden Sie in der Kategorie „Schmiermittel" viele kompetente Ölexperten, auch die, die in der Untersuchung von Herrn Steinfuth gut abgeschnitten haben. Verlinkungen führen direkt zu deren Webseiten und zu Informationen, die für Enthusiasten interessant sind. Viel wichtiger ist aus unserer Sicht jedoch, dass in vielen Einträgen auch kompetente Ansprechpartner benannt sind. Diese Spezialisten können mit Ihrem Erfahrungsschatz bei vielen Problemen helfen. Auch ein guter Testbericht kann nicht alle Fragen beantworten.

Getriebe benötigen z.B., je nach Konstruktion, unterschiedlich Öle. Hinterachsen werden oft mit 90er Hypoloid Öl aufgefüllt. Manche Achsen, aber auch die Getriebe einiger, sehr alter,  britischer Motorräder laufen mit speziellen Fließfetten deutlich besser, als mit den üblichen Ölen. Was für ein bestimmtes Fahrzeug das Beste ist, dass wissen solche Fachberater.
Bei modernen Fahrzeugen sind alle beweglichen Teile gekapselt und mit einer, für die geplante Laufzeit ausreichende Fettmenge versorgt.
Bei Oldtimern ist das völlig anders. Kardanwellen, Bremsseile, Türscharniere, Lichtmaschinen und Radaufhängungen sind mit Schmiernippeln versehen. Oft, aber nicht immer, reicht hier ein regelmäßiges Abschmieren, mit normalem gelbem Fett völlig aus.
Morgan achse 160Die Vorderachse eines „modernen" Morgan ist z.B. eine weit über 70 Jahre alte Konstruktion, die sehr hohe Ansprüche an das Schmiermittel stellt und sehr häufiges Abschmieren einfordert.

Bei der Suche nach dem richtigen Fett, glaubte nicht nur ich, dass ein MoS2-Fett in diesem Fall das beste Mittel ist, weil das Molybdän eine sehr gute Restschmierung sicherstellt. Auf Nachfragen und Beschreibung des Problems, empfahlen die Techniker von 2 Hersteller (Liqui Moly und NITZ OIL) ein spezielles Boots-Fett, das sogar im „Unter-Wasser-Bereich" eingesetzt werden kann. Neben guten Schmiereigenschaften, ist ein solches Fett hier besser, weil es nicht von Feuchtigkeit / Spritzwasser ausgewachsen wird.
Solche und viele andere Informationen bekommt man nur bei kompetenten Fachleuten.
Wir machen diese Helfer für Sie findbar.

Mittwoch, 20. Mai 2015
Jürgen Feye-Hohmann
Partex Global GmbH
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