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Schützen Kaufberatungen vor Oldtimer Betrug?

Bevor man etwas kauft, prüft man sehr genau, welches Angebot am Besten zu den eigenen Vorstellungen passt. Geht es um eine Küchenmaschine, einen Staubsauger oder um ein anderes nur 100 € teures Produkt, dann suchen wir tagelang im Netz nach Testergebnissen und vergleichen Preise, bis der Kauf relativ gut abgesichert ist. Bei alten Autos ist das oft anders. Viele Enthusiasten sind hier deutlich unvernünftiger, obwohl es dann um wesentlich höhere Beträge geht. Mann sucht seit langem sein Traumobjekt und nach genauso langer Suche findet man dann endlich ein günstiges Angebot. Das darf man sich nicht entgehen lassen!??

Natürlich kann man sich auch vor dem Kauf eines Oldtimers informieren. Es gibt viele Bücher und Magazinberichte mit liebevoll gemachten Kaufberatungen. In einem Buch des Heel-Verlages, das beim Kauf eines E-Types helfen könnte, steht zum Beispiel, dass die Katze 4453 mm lang und 1656 mm breit ist. Man kann also zunächst prüfen, ob die Garage groß genug ist. Vor Fehlkäufen und vor Betrug schützt jedoch selbst die beste Beschreibung eher nicht.

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Sehen Sie dazu den Bericht aus dem OCC-Club-Magazin
Autor/OCC-Redaktion

Oldtimer-Betrügern ein Schnippchen schlagen!

Betrüger haben es insbesondere auf Schnäppchenjäger unter den Young- und Oldtimer-Interessenten abgesehen.

„Die Preise für klassische Fahrzeuge sind in den vergangenen Jahren geradezu explodiert – Spekulanten und Laien hoffen auf den schnellen Gewinn. Das lockt auch immer mehr Betrüger an. Die sind mittlerweile so professionell und fälschen die Papiere so gut, dass selbst Profis den Betrug kaum wittern“, sagt ACE-Rechtsexperte Hannes Krämer. Allen Kaufinteressenten raten wir deshalb grundsätzlich zu einer Besichtigung vor Ort. Besondere Vorsicht gilt bei Anzahlungen über Bargeldtransfers und Transporten mit unbekannten Speditionen im Ausland.

In Online-Autobörsen oder Tageszeitungen wird ein Auto häufig besonders günstig inseriert. Der Preis für eine Mercedes-Benz Pagode oder einen jungen Gebrauchtwagen liegt dann bis zu 70 Prozent unter dem Marktwert. Die hinterlegte E-Mail-Adresse wirkt seriös, die Telefonnummer führt oft ins Ausland. Im Gespräch oder der E-Mail stellt sich heraus, dass sich das Fahrzeug im Ausland (oft Schweden oder England) befinden soll. Selbst für Experten machen die Papiere, Bilder und Unterlagen auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck. Das Auto gibt es oftmals sogar, nur gehört es nicht dem Verkäufer, auch wenn die Papiere dies vorgeben.

„Unterlagen sind am Computer heute schnell gefälscht. Wir gehen davon aus, dass der Standort potenzielle Interessenten davon abhalten soll, das Fahrzeug vor Ort zu besichtigen“, erläutert Krämer weiter. Die Betrüger setzen den Interessenten dann unter Zeitdruck: Ein anderer potenzieller Käufer würde sich das Fahrzeug bereits am nächsten Tag anschauen. Durch eine Anzahlung über einen Bargeldtransfer wie „Western Union“ könnte sich der Interessent aber ein Vorkaufsrecht sichern. Genau hier lauert die Gefahr, denn beim Autokauf gelte immer noch: Nur Bares ist Wahres. Bargeldtransfers hingegen würden sich kaum für den Autokauf eignen, da das Geld nicht abgesichert sei und der Empfänger seine Identität durch gefälschte Papiere verschleiern kann.

Oft schlagen die Betrüger laut Club eine Fahrzeugüberführung durch eine ausländische Spedition vor. Auch dafür wird eine Anzahlung verlangt. Ist diese getätigt, verschwindet das Speditions-Unternehmen aus dem Internet. In der Regel stellt sich dann auch heraus, dass die Fahrzeug-Papiere und der Pass gefälscht waren. Die Polizei kann den Betrüger nicht fassen, da E-Mail-Adressen und Telefonnummern keinen Rückschluss auf die Identität zulassen.

Austin nicht original
Talbot 11
TUEV gepr№ft
Minor-Tankstelle
Cabrio rot

Der ACE rät daher, möglichst kein Auto nur aufgrund von Bildern und Beschreibungen zu kaufen. Manchmal existieren die Autos nicht oder die Identitäten sind gefälscht. Kritischen Verbrauchern rät der Club, auch im Ausland einen Gutachter zu beauftragen. Er kann einen unabhängigen Zustandsbericht abliefern. Der Zwang, sich schnell entscheiden zu müssen, lässt in der Regel keine Zeit, das Fahrzeug und die Unterlagen sorgfältig zu prüfen. Darauf bauen Betrüger.

Je weniger Unterlagen der Verkäufer hat, umso misstrauischer sollte man sein. Denn Serviceheft, TÜV-Berichte und Rechnungen geben die Gelegenheit, sich bei diesen Stellen zu erkundigen. Trotzdem immer bedenken: Papiere sind schnell gefälscht. Vor allem bei Autos mit digitalen Kilometerzählern ist die Laufleistung leicht zu manipulieren. Hinweise gibt nur die lückenlose Dokumentation der Vorgeschichte.

Sehen Sie in dem Zusammenhang: Kompetenter Oldtimer Gutachter gesucht und den Bericht über die sogenannte: NIGERIA CONNECTION und die Buchbeschreibung zum Jaguarkauf: Jaguar E-Type Kaufberatung

Dienstag, 23. Februar 2016
Jürgen Feye-Hohmann
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