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Ob der Umwelt jedoch ein großer Gefallen getan wird, wenn ein z.B. über 70 Jahre altes Ehepaar seinen 1962 gebauten und gut erhaltenen VW-Käfer nicht mehr für den Arzt-Besuch oder den gelegentlichen Einkauf in der Großstadt nutzen darf, weil ein grüner Aufkleber auf der Scheibe fehlt, ist äußerst fraglich.

Deutlicher wird dieser Blödsinn, wenn wir bedenken, dass der glücklichen Besitzer eines getunten Porsche-Cayenne, mit staatlicher Unterstützung, möglicherweise in einer Woche mehr Sprit verbrennt, als der oben genannte Käfer oder ein oldtimer-gerecht genutzter Jaguar MKII im ganzen Jahr. Dass bei der Herstellung eines durchschnittlich genutzten PKWs ca. 70 % des gesamten Energiebedarfs anfallen, wird bewusst verschwiegen. Selbst ein 3 Liter-Auto sorgt daher für deutlich mehr Emissionen als ein Oldtimer, der vor 40 Jahren gebaut wurde.

Wichtig ist jedoch auch zu wissen, dass der Treibstoffverbrauch zur Überwindung des Luftwiderstandes mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zunimmt. Auch wenn Herr Gabriel es gut mit uns meint, doppelt so schnelles Fahren hat immer einen deutlich höheren Verbrauch und deutlich höheren Emissionsausstoß zur Folge. Auch das ist bei Oldtimern weniger kritisch zu sehen. Selbst wenn es die Besitzer von TVR, Lotus oder Jaguar einmal zu sehr brennen sollte, dann wird das bestenfalls eine Tankfüllung mehr im Jahr zur Folge haben.

Auch der Bericht von British Classic Cars kommt zu dem Ergebnis, dass die Oldtimer es sind, die wegen Umweltfreundlichkeit steuerbefreit sein müssten. Engländer, Holländer und Dänen haben das schon seit vielen Jahren erkannt.

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Sonntag, 18. März 2007
Jürgen Feye-Hohmann
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