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"Nicht der Zylindermotor ist das Klimaproblem, es ist der Kraftstoff aus fossilen Quellen.“ Das gilt natürlich nicht nur für wenige Jahre alte Fast-Neuwagen, für Nutzfahrzeuge, Flugzeuge und Baumaschinen, sonder auch für Old - & Youngtimer.
Dem Bericht des Verbands der Automobilindustrie können daher nur voll zustimmen.

„Ohne Kraftstoffe und Strom aus erneuerbaren Quellen können wir klimaneutrale Mobilität nicht realisieren“, betont die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. „Gerade auch die Benziner und Diesel, die jetzt auf der Straße sind, brauchen E-Fuels, um einen Beitrag zu den Klimazielen leisten zu können. Nicht der Zylindermotor ist das Klimaproblem, es ist der Kraftstoff aus fossilen Quellen.“ Deswegen begrüßt der VDA den Lösungsvorschlag der Bundesregierung zur Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) im Verkehrssektor.

Der VDA hat gemeinsam mit dem BDI berechnet, dass bei einer angenommenen Zahl von 10 Mio. E-Fahrzeugen im Jahr 2030 der Anteil der erneuerbaren Kraftstoffe auf 23 Prozent steigen muss, um die Klimaziele zu erreichen. Dieser Wert steigt mit der angekündigten Steigerung der Klimaziele weiter an. Umso enttäuschender war der erste Entwurf aus dem Bundesumweltministerium, der keinen Anstieg erneuerbarer Kraftstoffe bis 2026 vorsah. Der VDA hatte gefordert, dass nicht nur Strom mehrfach als erneuerbare Energiequelle angerechnet wird, sondern auch die Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen. Jetzt können Benziner und Diesel einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit dem nun gefundenen Kompromiss einer THG-Quote von 22 Prozent inklusive diverser Mehrfachanrechnung bleibt die Bundesregierung zwar unter der VDA-Forderung und dem, was technisch bis 2030 möglich wäre. „Diese Entscheidung ist aber ein wichtiger erster Schritt, um Investitionen unter anderem in grünen Wasserstoff und E-Fuels auszulösen. Damit haben das Bundesverkehrs- und das Bundeswirtschaftsministerium einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz ermöglicht“, sagt Hildegard Müller.

Hildegard Müller weiter: „Wir würden es befürworten, wenn die Quote für erneuerbare Kraftstoffe vom Bundestag und den Bundesländern weiter angehoben wird. Wir begrüßen zudem ausdrücklich, dass grüner Wasserstoff und E-Fuels in allen Sektoren anrechenbar sein wird und dass die Nutzung von Palmöl zukünftig ausgeschlossen ist.“

Aus Sicht der Automobilwirtschaft fehlt leider weiterhin eine Mindestquote von mindestens fünf Prozent für Wasserstoff und E-Fuels und ein Lösungsvorschlag zur Umsetzung der 37. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz. Diese Verordnung definiert notwendige Prozesse zum Strombezug und Beimischung von Wasserstoff und E-Fuels in Raffinerien. „Ohne klare Regelungen wird es keine Investitionsentscheidungen bei industriellen Wasserstoffprojekten geben, und die vorteilhafte Wettbewerbsposition Deutschlands bei Wasserstoff- und E-Fuels-Technologien wird gefährdet. Damit wird die deutsche Wasserstoffwirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern, z. B. China, ausgebremst. Wir fordern eine pragmatische Übergangsregelung für die 37. BImSchV, bis dringend benötigte europäische Rechtsakte ausgearbeitet sind“, so Hildegard Müller. (ampnet/Sm)

Sehen Sie als passende Ergänzung dazu den VDA-Bericht:
Nur E-Fuels können schnell zum Klimaschutz beitragen
Der deutschen Automobilindustrie hält die Pläne der Bundesregierung für eine Nationale Wasserstoffstrategie für zu wenig ambitioniert, weil auch 2030 und in den Jahren danach ein großer Teil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren angetrieben werde, stellte jetzt Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) fest. „Es fehlen darin konkrete Maßnahmen, wie regenerative Kraftstoffe in der benötigten Menge rasch zum Einsatz kommen könnten.

Wasserstoff und regenerative Kraftstoffe könne die Elektromobilität in bestimmten Bereichen sinnvoll ergänzen, meint die VDA-Präsidentin. „Entsprechende Kraftstoffe sind zudem die einzige Möglichkeit, den CO2-Austoß des derzeitigen Kraftfahrzeugbestands zu senken und damit schnell wirksam zum Klimaschutz beizutragen.“ Regenerative Kraftstoffe auf einzelne Anwendungsgebiete wie die Luftfahrt zu reduzieren, erhöhe deswegen das Risiko, die Klimaziele zu verfehlen, mahnt Hildegard Müller.

Müller sieht die Politik ebenso wie die betroffenen Branchen in der Pflicht, schon jetzt – parallel zum Hochlaufen der Elektromobilität – Weichen zu stellen, „damit nachhaltige, regenerative Kraftstoffe rechtzeitig zur Verfügung stehen“. Vor allem sollte die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) der EU mit Ziel einer Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien möglichst ehrgeizig umgesetzt werden. Der VDA schlägt eine Quote von 23 Prozent erneuerbaren Kraftstoffen bis 2030 vor, um auf die zum Klimaschutz notwendigen Marktanteile von regenerativen Kraftstoffen zu kommen. „Zusätzlich sollte eine Mindestquote von Wasserstoff und E-Fuels in Höhe von fünf Prozent eingeführt werden. Mehrfachanrechnungen beispielsweise für Ladestrom sollten entfallen“, so Müller.

Der VDA fordert außerdem ein befristetes Markteinführungsprogramm für E-Fuels, damit die Wirtschaftlichkeit erster Anlagen möglich wird. Zudem sollen Wasserstoff und E-Fuels vollständig von der Energiesteuer nach EU-Richtlinie befreit und stromseitige Steuern und Abgaben deutlich gesenkt werden. (ampnet/Sm).

Beide Berichte wurden als Presseinfo von Auto-Medienportal.Net/VDA bereitgestellt.
Sehen Sie in dem Zusammenhang auch unseren Bericht über die Umweltfreundlichkeit von Oldtimern.

Freitag, 18. Dezember 2020
Jürgen Feye-Hohmann
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