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Sir Stirling Moss sagte über Goodwood Revival „An event which is unique and absolutely second to none". Er weiß wovon er spricht, den er ist in Goodwood zuhause. Er war bereits am 18. September 1948, beim ersten Rennen hier und gewann in der 500 cm³-Klasse.
Aber was ist hier so anders? Was ist das besondere? In Hockenheim, Assen, Nürburg, Spa, Zandfort, Le Mans, auf vielen Rennstrecken werden gut organisierte Oldtimerrennen veranstaltet. Enthusiasten dürfen das Fahrerlager besuchen und Rennatmosphäre schnuppern und über Benzin reden.

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Wie überall, so wurden auch beim Race Trac von Goodwood die Sicherheitszonen ausgeweitet. Der Kurs selbst, mit seinen beiden Linkskurven, ist gegenüber anderen bekannten Strecken, relativ einfach gehalten. Der Boxenbereich entspricht dem, was vor 50 Jahren üblich war. Die Fahrzeuge die sich beim Revival mit einander messen, hätten auch damals, in der Zeit von „1948" bis „1966" hier gewesen sein können. Das ist die Bedingung für die Teilnahme an der Veranstaltung. Das ist bei modernen Rennpisten etwas anders.

Ein ganz wesentlicher Unterschied liegt hier in Goodwood beim Publikum. Nicht nur Rennfahrzeuge und Rennstrecke passen zeitlich zusammen. Auch die Besucher haben sich zeitgerecht zu kleiden. Nicht Karneval-ähnlich, sondern so authentisch wie möglich. Der Veranstalter unterstützt das, indem er das Betreten bestimmter Bereiche, wie z.B. das historische Fahrerlager, nur mit angemessenem Outfit zulässt. Krawatte ist hier Pflicht. Eine Pflicht die gerne angenommen wird und die Stimmung auf der Veranstaltung beeinflusst.

Auf den Parkplätzen um die Rennstrecke herum, werden den historischen Fahrzeugen bevorzugt gute Parkplätze zugewiesen. Besitzer moderner Fahrzeuge dürfen etwas weiter laufen. Unter den vielen alten Fahrzeugen, waren auch mehrere historische Busse. Rote Doppeldecker und andere in verschiedenen Farben, in vorzüglich restauriertem Zustand. Das Besondere daran war, dass diese Busse hier nicht einfach ausgestellt waren. Sie waren vollbesetzt aus dem Umland angereist und alle Fahrgäste waren standesgemäß gekleidet. Männer in Militär-Uniform (Britisch oder Amerikanisch) oder mit Nickerbocker und Schlapphut. Die Damen mit aufregendsten Hutkonstruktionen, wie sie vermutlich vor 50 Jahren auf der Rennbahn von Ascot getragen wurden. Die restliche Kleidung und natürlich auch die Frisuren waren zeitgerecht dazu passend abgestimmt. Das sich währen der gemeinsamen Anreise im Bus eine tolle Stimmung aufgebaut hatte, weil sich alle Fahrgäste in ihrer Verkleidung wohlfühlten, ist leicht nachvollziehbar. Übrigens bietet auch das Boxenstop-Museum eine Busreise nach Goodwood an. Nicht im historischem Fahrzeug, aber die richtige Stimmung könnte sich – „vernünftig" angezogen - auch hier entwickeln.
Dass sich dieser Effekt auf dem Goodwood-Gelände noch steigerte, weil über 2/3 der Besucher sich entsprechend gekleidet hatten, versteht sich von selbst.

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Die Eisverkäufer, die Staffs des Veranstalters und auch die vielen Händler im Shop-Bereich, sie alle waren ideenreich gekleidet. Natürlich auch Rennfahrer und Mechaniker hatten etwas passendes gefunden. Vom Monteur-Anzug bis zum 50er Jahre Abendkleid mit Hut.
Beim Herumspazieren auf dem Gelände, ging neben uns ein perfekt gekleideter, britischer Offizier mit seiner Partnerin. Alles war bis ins Detail aufeinander abgestimmt, wie bei vielen Besuchern. Beide waren aus Deutschland und waren zum ersten Mal in Goodwood dabei. Mit ihrer Kleidung hatten Sie alles richtig gemacht. Da vor allem alliierte Militärs vertreten waren, wäre eine alte deutsche Uniform möglicherweise nicht ganz so gut angekommen. Wo der aus Deutschland kommende, „britische Offizier" sich eingekleidet hat, das wissen wir nicht. Wir werden es herausbekommen und für Sie unter „Clothes" findbar machen.
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Der überwiegende Teil der Besucher war aus dem Königreich angereist. Auf der Fähre und auf der Fahrt zum Veranstaltungsort waren aber auch viele Oldtimer aus Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland zu sehen, die nur ein Ziel hatten, das Goodwood-Revival.
Wenn Ihnen Goodwood zu weit ist, dann können Sie auch auf den Classic Days bei Schloss Dyck ähnliches spüren. Noch nicht ganz so wie in England, aber man ist auf einem guten Weg. Dort finden Sie auch viele Händler, die historische Kleidung anbieten. Teuer ist das meist nicht, aber es zaubert ein Lächeln in die Gesichter.
Finden wir gut, unterstützen wir gerne.
Weitere Foto und viele Anbiter finden Sie bei ClassicIndex.eu.

Dienstag, 18. Juli 2017
Jürgen Feye-Hohmann
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