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Liebe Freunde der Oldtimerszene und der Initiative Kulturgut Mobilität, unser Newsletter vom 1.3. "Jetzt geht's uns an den Kragen..."  über unser Gespräch in Bonn hat etwas Unmut hervorgerufen. Es geht hierbei um die Leistung der großen Drei wie VDA, ADAC und AvD. Johann König hat mich gebeten, die Rolle des ADAC zum Thema Fahrverbote zurechtzurücken und ich komme dem auch gerne nach, denn es geht der Initiative nun wirklich nicht darum, die Szene zu teilen, sondern sich mit allen gemeinsam für die gleichen Ziele einzusetzen.

Anbei die Stellungnahme des ADAC:


Es stimmt nicht, dass der ADAC in der Sache "Fahrverbote in Innenstädten wegen Feinstaub" geschlafen hätte. Diesbezüglich wurde seitens ADAC sehr viel unternommen, was nachfolgende Übersicht der ADAC-Aktivitäten zur Feinstaubproblematik und möglichen Fahrverboten für Oldtimer darstellt:

 


Der ADAC hat sich schon sehr frühzeitig und intensiv an der Diskussion um PM10 und Feinstaub beteiligt. Bereits im Frühjahr 2004 - also fast ein Jahr bevor sich die öffentliche Diskussion entfachte - fand in der ADAC-Zentrale in München zur internen Meinungsbildung ein Expertengespräch mit Vertretern aus Umweltwissenschaft, Umweltbehörden und Politik sowie Mitarbeitern aus den ADAC-Regionalclubs und der Zentrale statt. Die Positionen des ADAC wurden erstmals im Herbst 2004 in einem Fachgespräch in Berlin den Medien und der Politik vorgestellt und waren danach Basis unserer intensiven Öffentlichkeitsarbeit.

 


Als im Frühjahr 2005 die Feinstaub-Hysterie über Deutschland hereinbrach, war der ADAC dementsprechend inhaltlich auf das Thema gut vorbereitet. In der sehr emotional geführten öffentlichen Auseinandersetzung war die Stimme des ADAC aber natürlich nur eine von vielen. Unsere rechtzeitige Arbeit trug insofern aber Früchte, als Fahrverbote bislang zumindest verzögert werden konnten.

 


Zwischenzeitlich wurde eine Plakettenverordnung erlassen, die der ADAC bekämpfte, aber leider - trotz guter Argumente und intensiver Interessenvertretung - nicht verhindern konnte. Als wesentlichen Meilenstein der politischen Arbeit möchte ich hier das gemeinsame Schreiben von ADAC-Präsident Peter Meyer und VDA-Präsident Bernd Gottschalk an alle Ministerpräsidenten der Länder im September 2006 nennen. Zu diesem Thema ist das ADAC/VDA-Argumentationspapier beigefügt, welche im Wortlaut auch in der aktuellen Ausgabe des ADAC Oldtimer-Ratgeber abgedruckt wurde.

 


Zwischenzeitlich hat der ADAC nochmals die Initiative ergriffen und mit einem Schreiben von Präsident Meyer an Bundesumweltminister Gabriel Änderungen der Plakettenverordnung gefordert, namentlich die Anerkennung aller Pkw mit geregeltem Katalysator als umweltfreundlich und Ausnahmen für Anwohner und Oldtimer.

 


Wir sind voller Optimismus, dass der öffentliche Druck des ADAC zu einer Änderung der Plakettenverordnung beitragen wird. Die aktuellen Entwicklungen auf Bundes- und Länderebene deuten darauf hin, dass eine Ausnahmeregelung für Oldtimer im Zuge der noch anstehenden Änderung der Plakettenverordnung hinsichtlich der Partikelminderungsklassen von Nutzfahrzeugen erwirkt wird. Parallel prüfen wir, ob Musterklagen von Anwohnern gegen Umweltzonen unterstützt werden können.

 


Seien Sie versichert, dass sich der ADAC stets für die Belange der Oldtimer- und Youngtimerszene einsetzt. Es besitzen viele der mehr als 15,7 Millionen ADAC-Mitglieder einen oder mehrere Oldtimer bzw. Youngtimer. Deshalb vertritt der ADAC auch diese speziellen Interessen und Wünsche der Fahrer klassischer und historischer Fahrzeuge gegenüber Behörden, Gesetzgeber und Institutionen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Förderung dieses technischen Kulturgutes in der internationalen Gesellschaft. Durch seine Größe nimmt der ADAC sicherlich eine Spitzenposition bei der Interessenvertretung ein. Am oben geschilderten Beispiel "Fahrverbote in Innenstädten wegen Feinstaub" möchten wir noch ergänzen, dass nicht jede einzelne Aktion vom ADAC in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird, sondern im Hinblick auf die maximale Wirkung auch im Hintergrund Gespräche stattfinden können, die zielführender sind. Und selbstverständlich werden wir auch weiterhin mit unseren zur Verfügung stehenden Mitteln die Belange der Oldtimerszene in der ADAC Interessenvertretung berücksichtigen.

 


Mit freundlichen Grüßen
Johann König

 

ADAC Zentrale
Ressort Oldtimerkoordination
Am Westpark 8
81373 München
eMail : oldtimer@adac.de

 

Samstag, 17. März 2007
Jürgen Feye-Hohmann
Initiative Kulturgut Mobilität
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