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Gefahren und Risiken beim Oldtimerkauf

Classic Trader GmbH ist ein internationaler Marktplatz für den An- und Verkauf von klassischen Fahrzeugen im Internet. Auf Basis einer Umfrage auf der Social Media Seite XING, wurde ein mehrseitiger Bericht erstellt. Sie können ihn „hier“ lesen.
Hier nur ein kurzer Auszug über „Betrugsfälle beim Oldtimerkauf“

Bei aller Liebe zum Classic Car leben Käufer mit dem großen Risiko übervorteilt zu werden. Dass dieses keine Seltenheit ist, zeigt die Auswertung der Frage nach den widerfahrenen Betrugsfällen beim Oldtimerkauf. Knapp 35 Prozent der befragten Käufer sagten aus, schon einmal hintergangen worden zu sein. 70 Prozent aller hinters Licht geführten Käufer gaben an bei einem Kauf in Deutschland betrogen worden zu sein, 44 Prozent ist dies im Ausland widerfahren.

Das mit Abstand größte Risiko liegt dabei bei verheimlichten Mängeln. Über 80 Prozent aller betroffenen Käufer gaben an, schon einmal ein Fahrzeug mit – beim Kauf nicht ersichtlichen – Mängeln erworben zu haben. Weitere geläufige Betrugsfälle sind zudem getarnte Unfallfahrzeuge (33 Prozent) und manipulierte Tachostände (18 Prozent). Das Beheben der verschwiegenen Mängel kann hier in Einzelfällen sogar ein Vielfaches des eigentlichen Kaufpreises betragen. Kommt ein Kaufvertrag zu Stande und wechselt das Geld erst einmal den Besitzer, ist es je nach Vertrag unmöglich sein Geld wieder einzufordern. Ein geringes, obgleich sehr kostspieliges Risiko, stellt der Betrug bei der Bezahlung dar: 2 Prozent der Befragten sagten aus, schon einmal Opfer eines gefälschten Treuhandservice oder beim Bargeldtransfer betrogen worden zu sein.

Es ist aufgrund der großen Preisspanne einzelner Fahrzeuge schwierig, einen Durchschnittswert für die entstandenen Schäden zu ermitteln. Insgesamt beziffert sich der finanzielle Schaden aller übervorteilten Befragten jedoch auf über 700.000 Euro oder etwa 8.500 Euro im Schnitt.

Soweit die Classic Trader Information.
Nicht selten fühlt man sich betrogen, wenn im Nachhinein versteckte Fehler gefunden werden, die der Vorbesitzer verschwiegen hat. Das kann böse Absicht gewesen sein. Oft sind es auch Fehler, die dem Verkäufer nicht nennenswert erschienen, weil er sich im Laufe der Jahre daran gwöhnt hatte. Fragt man zum Beispiel beim Oldtimer-Kauf auf der Britischen Insel nach Öl-Leckagen des Motors, dann kann die ehrliche Antwort lauten: „Just a little, as normal”.

Später ärgert man sich schwarz, wenn der TÜV der Ölsardine keine Zulassung für deutsche Straßen erteilt. Verkauft man ein solches Fahrzeug jedoch wieder nach England zurück, dann wird es von dem glücklichen Besitzer noch viele Jahre, mit großer Freude bewegt werden. Das bisschen Öl unter dem Wagen stört dort kaum jemanden.

Ganz anders ist die Situation bei hochpreisigen Porsche und Mercedes Oldtimern. Zunehmend mehr werden hier Fahrzeuge aus den USA angeboten. Leider kommt ein Teil davon nicht aus dem trockenen Kalifornien sondern von amerikanischen Schrottplätzen. Diese Fahrzeuge, mit sogenanntem „salvage title", sind drüben nicht mehr zulassungsfähig und werden als Totalschaden, für kleines Geld versteigert. Nicht alle, aber ein beachtlicher Teil dieser Schrottautos wird in Litauen, unter Verwendung äußerst günstig erworbener Ersatzteile, repariert und dann hier, etwas unter den üblichen Preisen angeboten.
Auch in Osteuropa gibt es gute Handwerker, sehr gute sogar. Man kann aber auch an die Falschen geraten.
Um sich generell vor Murks & Co zu schützen, empfehlen wir bei der Besichtigung unbedingt einen erfahrenen Gutachter mitzunehmen oder besser noch, einen solchen um eine Vorbesichtigung des Fahrzeuges zu bitten. Das muß nicht teuer sein. Möglicherweise spart man sich dadurch sogar die Reisekosten. Adressen findet man „hier“ mit der Umkreissuche von ClassicIndex.eu.

Wenn man die Fahrgestellnummer des importierten US-Fahrzeuges bekommen kann, dann hilft eine kostenpflichtige Abfrage bei „Carfax“. Dort bekommt man Informationen zur Vorgeschichte des Fahrzeuges, zu Unfällen und mehr.

In dem Bericht "Kompetente Gutachter gesucht" erfahren Sie, warum wir Sachverständigen mit Oldtimer-Kompetenz einen kostenlosen Eintrag anbieten!.

Freitag, 15. September 2017
Jürgen Feye-Hohmann
Copy Rights ClassicIndex.eu
Bildergalerie:
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