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Wanderer Stromlinie Spezial

Audi Tradition präsentiert bei den diesjährigen Classic Days Schloss Dyck vom 4. bis 6. August die große Bandbreite der Audi-Motorsport-Geschichte. Historische Rennautos aus insgesamt drei Epochen erwarten die etwa 40.000 Besucher. Auf der Rennstrecke zu erleben sind der erste Motorsportwagen der AUDI AG, der Audi Typ C, der legendäre Auto Union Rennwagen Typ C mit seinen 16 Zylindern und der Audi Sport quattro Rallye. Audi stellt bei dem Oldtimer-Festival im Rheinland darüber hinaus eine Ikone aus: den Audi Sport quattro S1, mit dem Walter Röhrl 1987 am Pikes Peak in den USA siegte.

Die Classic Days Schloss Dyck finden dieses Jahr zum zwölften Mal statt. Wegen ihres Charakters gelten sie als das „deutsche Goodwood“. Im klassischen Ambiente des Wasserschlosses Dyck bei Neuss bietet die Veranstaltung einen bunten Mix aus Gartenparty, Oldtimer-Clubtreffen, Concours d‘Elegance und Motorsport mit mehr als 400 historischen Autos. Viele der erwarteten 40.000 Besucher werden in zeitgenössischer Kleidung kommen. Audi Tradition präsentiert sich in der „Classic Corner“ und zeigt, eingesäumt von Strohballen, unter anderem einen noch nicht restaurierten Wanderer W 25 K Roadster von 1936. Ebenfalls im „Audi-Lager“ steht das Unikat eines Wanderer W 11 von 1929. 1949 wurde der Vorkriegs-Wanderer in einen Abschleppwagen umgebaut, der in den bayerischen Bergen noch bis in die 1960er Jahre im Einsatz war. Dazu gesellt sich eine dritte Wanderer-Besonderheit: Die Replika eines Stromlinie Spezial Roadsters, mit dem die Auto Union 1939 die Mannschaftswertung der damals anspruchsvollsten Rallye der Welt gewann – Lüttich-Rom-Lüttich, ein Ritt über 4.000 Kilometer.

Die ganz großen Sehenswürdigkeiten in der „Classic Corner“ sind der Audi Typ C „Alpensieger“ und der Auto Union Typ C Grand Prix-Rennwagen. Von 1912 bis 1914 gewann die damals noch junge Marke Audi dreimal in Folge die Österreichische Alpenfahrt und begründete im Audi Typ C die Motorsport-Geschichte der heutigen AUDI AG. Firmengründer August Horch saß selbst am Steuer, als es über alle Alpenpässe des damaligen Kaiserreichs ging. Audi Tradition besitzt zwei solcher Typ C-Wagen. Einer davon, Baujahr 1919, wird in der gelben Lackierung der Alpenfahrt auf die drei Kilometer lange Rennstrecke bei Schloss Dyck einbiegen. Nicht ganz so gemütlich geht es zu, wenn der fünffache Le Mans-Sieger Frank Biela die 16 Zylinder des Auto Union Typ C anwirft. 520 PS presste der Grand Prix Rennwagen 1936 auf die Straße und gewann mit Bernd Rosemeyer am Steuer im selben Jahr die Europameisterschaft, Vorläufer der heutigen Formel 1-Weltmeisterschaft.

Zwei automobile Zeugen aus jüngerer Zeit präsentiert Audi Tradition im Rahmen einer Rallye-Ausstellung auf dem Stand der Autostadt. Für große Aufmerksamkeit bei den Besuchern wird zweifelsohne der Audi Sport quattro S1 sorgen, mit dem Walter Röhrl 1987 in Rekordzeit den „Pikes Peak“ in den USA erklomm. Während dieser Meilenstein der Audi-Rennsport-Geschichte ausgestellt wird, geht das zweite Audi-Rallye-Auto sogar auf die Dycker Rennstrecke. Der sogenannte „Kurze“, der Audi Sport quattro Rallye von 1984, wird von niemandem anderen als dem zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl gefahren, der dieses Auto schon vor mehr als 30 Jahren auf den Strecken der Rallye-Weltmeisterschaft pilotierte.

Freitag, 04. August 2017
Jürgen Feye-Hohmann
Copyright: AUDI AG
Bildergalerie:
Wanderer Stromlinie SpezialFrank Biela und der Auto Union Typ CAudi Typ C “Alpswinner”Audi Sport Quattro Rallye
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