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29. TECHNO-CLASSICA ESSEN 2017

Mehr als 200.000 Besuchern haben die Techno-Classica in Essen besucht. Mehr als 1.250 Aussteller, aus über 30 Nationen, boten ihre Fahrzeuge, Produkte und Dienstleistungen an. Besucher aus mehr als 40 Nationen konnten sich alle Wünsche erfüllen und  gute Antworten auf offene Fragen finden. In diesem Jahr war das Interesse, zumindest gefühlt, noch stärker als im Vorjahr.

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Mehr als 220 Klassiker-Clubs und -Interessengemeinschaften durften ihre Fahrzeuge ausstellen und gaben, auf ihren teilweise sehr interessant gestalten Messeständen, Antworten auf alle Fragen.
Die Autostadt zeigte, unter dem Titel „Automobile und ihre Designer“ zwölf besondere Fahrzeuge aus ihrem „Zeithaus“ – Museum. Darunter ein Volkswagen Karmann-Ghia aus dem Jahr 1968, ein NSU Ro 80 und ein Bugatti Typ 15. Viele Autohersteller, wie z.B. Porsche, haben Classic Centren,eingerichtet, wo besonders geschulte Mitarbeiter an den Oldtimern arbeiten. Auf der Messe machten diese Spezialisten auf ihre Möglichkeiten gezielt aufmerksam. Auch die anderen Hersteller machten, mit meist spektakulären Auftritten deutlich, dass sie dem Classic Bereich einen hohen Stellenwert beimessen. Hier wird inzwischen nicht nur die Ersatzteilversorgung sondern auch die Restauration von besonders hochwertigen Klassiker angeboten.
Natürlich waren auch wieder eine Vielfalt an Top-Spezialisten vertreten. Restauratoren, Zuliefer-Betriebe, Hersteller von Auspuffanlagen, Motorenbauer, Ersatzteilhändlern und viele Andere zeigten was möglich ist.
Dass man auch hochinteressante Gäste unter den Besuchern finden konnte, versteht sich von selbst. Heidi Hetzer hatte gleich ihrem Hudson Greater Eight von 1930 mitgebracht, mit dem sie gerade frisch von ihrer Weltreise zurück gekommen ist. Sie stand nicht nur einem Künstler Modell sondern ließ sich mit begeisterten Enthusiasten auf vielen Fotos und Selvis verewigen. Hat uns gut gefallen, eine tolle Frau. Über einige der nicht originalen Details Ihres Autos und dessen H-Fähigkeit wurde teilweise heftig diskutiert. Vermutlich war das eher witzig gemeint, zumal wohl niemand, es auf den originalen Sitzen damit um Welt geschafft hätte.
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In der Halle 6, präsentierte die S.I.H.A. dieses Jahr eine Sonderschau Automobil-historischer Leckerbissen. Unter dem Thema „Grand Prix Monaco 1957“ zeigte man auserlesene Rennwagen, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie alle starteten im Jahr 1957 beim Großen Preis von Monaco, den Juan Manuel Fangio in einem Maserati 250F mit über 25 Sekunden Vorsprung vor Tony Brooks in einem Vanwall VW5 gewann. Diese beiden Boliden schmücken den S.I.H.A.-Stand rund um den Palais de l’Automobile in Halle 6 ebenso wie eine Auswahl aus den 16 Monoposti, die am 19. Mai 1957 in Monte Carlo an den Start gingen. Darunter befinden sich ein Ferrari 801, wie er von Wolfgang Graf Berghe von Trips gefahren wurde, ein Ferrari D 50, ein Cooper Climax T43 und ein Connaught Alta Type B.
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Zudem konnten die Besucher der Techno-Classica Essen einen Blick zurück in die Zukunft werfen: Vor rund 120 Jahren stand der Automobilismus am Scheideweg – genau wie heute. Welche Antriebsart wird sich durchsetzen: Verbrennungs- oder Elektromotor? In einer Sonderschau ruft die Klassik-Weltmesse eine weitgehend in Vergessenheit geratene Tatsache ins Gedächtnis zurück: Bereits in den Jahren 1900 bis 1920 gab es einen erstaunlich hohen Anteil an Automobilen mit Elektromotoren – erst ab dem Jahr 1912 begann sich der Benzinmotor im Automobilbau nach der Erfindung des elektrischen Anlassers endgültig durchzusetzen. Zuvor mussten die Benzin-Automobile mit großem Krafteinsatz per Hand angekurbelt werden. Das erste batterie-elektrisch angetriebene Auto der Welt von Ayrton & Perry aus dem Jahr 1882, ein Detroit Electric von 1915, ein Stanley Steamer Dampfauto von 1919 sowie ein Mercedes Simplex von 1903 illustrieren eindrucksvoll den Stand der Technik unterschiedlicher Antriebssysteme in der automobilen Frühzeit. Weitere moderne Elektro-Automobile zeigen, wie sich der Elektromotor im Automobilbau neuerer Zeit peu à peu durchsetzt.
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Historische Fahrzeuge sind inzwischen nicht nur für Oldtimer-Enthusiasten interessant geworden. Gerade als Anlageobjekt werden diese Fahrzeuge immer interessanter. Dadurch verändert sich die Szene, denn das hat nicht nur Einfluss auf die Fahrzeuge-Preise. Auch dieses Jahr waren die Preis-Steigerungen zum Vorjahr wieder beachtlich. Für die neuen Besitzer steht nicht unbedingt die historische Technik im Vordergrund. Schön und wertstabil ist oft viel wichtiger. Bei den Händlern, aber auch bei den Werkstätten und Restaurateuren, sind die hohen Anforderungen an den Zustand und entsprechende Vorgaben in Bezug auf den Restaurationsaufwand, auf eine höheren Stufe angekommen.
Die teilweise extrem gestiegenen Preise haben nicht nur Nachteile. Werkstätten wenden wieder alte, teilweise zeitaufwändige Handwerkstechniken und Verfahren wieder an und kombinieren diese mit neuen, verbesserten Vefahren, um Fahrzeuge optimal herrichten zu können.
Einige Aussteller aus den Vorjahren haben wir vermisst. Ob es der durch Baumaßnahmen fehlende Platz der Grund war oder ob andere schneller mit ihrer Bewerbung waren, das wissen wir nicht. Auf der anderen Seite sind so neue interessante Aussteller hinzu gekommen. Gut gefallen hat uns zum Beispiel ein Spezialist, der Motor-Dichtungen als Einzelanfertigung erstellen kann. Es gibt auch viel Neues bei der Erstellung nicht mehr lieferbarer Ersatzteile. Das man heute Kunststoff-Teile, auf Basis von Computer-Daten, als 3D-Druck erstellen kann, ist bekannt. Wegen teurer Hardware und Herstellprozess war eine Einzelfertigung im Oldtimerbereich bisher nicht wirtschaftlich sinnvoll. Ein Spezialist zeigte in Essen, dass man heute  sogar Stahl- und Aluminium-Bauteile zu realistischen Kosten mit dieser Technik nachgefertigen kann. Die mechanischen Eigenschaften sollen sogar besser sein, als z.B. gegossenen Originalen.
Die jungen Wilden, die bisher ihre überrestaurieren, zu tief gelegten und übermotorisierten Klassiker im Keller unter der Halle 1 zeigen durften, haben wir leider nur vereinzelt und gut versteckt gefunden und auch in der Galerie fand man dort wo bisher die Hod Rods waren Veranstalter von Reisen und Events, was natürlich auch wichtig und interessant ist. Gerade im Bereich der Oldtimer-Genussreise sind die Angebote in den letzten Jahren immer hochwertiger und interessanter geworden. So werden Ziele für eine Ausfahrt mit dem historischen oder besonderen Fahrzeug gesetzt. Das bei der Unterkunft und Streckenausarbeitung, die etwas anderen Möglichkeiten älterer Fahrzeuge, berücksichtigt werden, das versteht sich von selbst.
Wenn man mit offenen Augen für Schönes und Neues über die Techno Classica gehen möchte, der sollte man früh starten und gutes Schuhwerk tragen. Das Angebot ist überwältigend und alles zu sehen ist  an einem einzigen Tag nahezu unmöglich. Die vielen schönen gefundenen Dinge, die guten Kontakte und Gespräche sind der Lohn dafür.
Daher imIm nächsten Jahr gerne wieder.... oder doch nach Stuttgart, weil das am selben Wochenende stattfinden soll.

Samstag, 08. April 2017
Jürgen Feye-Hohmann
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