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IM GRÄFLICHER PARK

Charles Morgan, der seit 1999 die Morgan Motor Company leitet, war anlässlich eines Vortrages in Deutschland. Für Marc-Oliver Schierenberg, von der Flaving-Vertretung im Bielefelder Lenkwerk, war das ein guter Grund ihn für den darauf folgenden Tag zu einer Ausfahrt durch Ost-Westfalen einzuladen. Und er hatte Glück. Mr. Morgan nahm die Einladung an. Das fanden viele Morgan-Besitzer interessant. Mitglieder des Morgan-Stammtisches arbeiteten eine anspruchsvolle Strecke durch die Region aus. Obwohl der Termin auf einen Freitag fiel, sagten über 50 Morganer spontan ihre Teilnahme zu.

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Leider kam fast alles anders als geplant. Charles musste aus gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig absagen. Dazu kam auch noch schlechtes Wetter, das mit leichtem Nieselregen begann und aus dem im Laufe des Tages ein starker Lenkwerk 1600913Dauerregen wurde.
Glücklicherweise ist schlechtes Wetter für Morgan-Besitzer offenbar kein Grund nicht trotzdem, selbst von weit her anzureisen und mitzumachen. Das komplette Bielefelder Lenkwerk war randvoll mit Morgan´s und draußen regnete es cats and dogs. Das britische Wetter störte nicht wirklich. Auch nicht Jon Wells, Morgans Chef-Designer, der seinen Chef bei der Ausfahrt vertreten durften. Er nahm sich die Zeit die Fragen der Teilnehmer zu beantworten und hatte auch selbst Fragen an die Teilnehmer. Zum Beispiel wollte er wissen warum keine der neuen Threewheeler dabei waren.  Aber immerhin waren ca. 45 vierrädrige Morgen, verschiedenster Bauart und Jahrgang vertreten und die Besatzungen zeigten keinerlei Unmut über das Wetter.

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Lenkwerk 1600904Allerdings war die kleine Veranstaltung auch sehr gut geplant und organisiert worden. Von Bielefeld aus ging es, auf kurvenreichen Straßen, zum Hermanns-Denkmal bei Detmold und von dort im weiten Bogen zum „Gräflicher Park" in Bad Driburg. Eine gut gewählte Adresse, auch wenn eine Besichtigung des englischen Landschaftsgartens, wegen des Wetters ausfallen musste. Gute Gespräche und die gute Mahlzeit im ehemaligen Pferdestall entschädigte für Vieles. Die Fahrt danach, zum Schloss Corvey bei Höxter, war mit Kurven und Serpentinen gespickt, die trotz des Dauerregens vorsichtig, mit Spaß genommen wurden. Von dort ging es dann, nach dem Kaffee, noch zu einem weiteren Ziel, auf das alle gespannt waren.

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Zwischen Höxter und Bad Driburg liegt der Bilster Berg. Das ehemalige, britische Munitionslager wurde zu einer Renn- und Teststrecke umgebaut und kann seit diesem Jahr genutzt werden. Geplant wurde sie von dem Formel 1 Architekten Hermann Tilke. Und alle Teilnehmer der Ausfahrt durften – einem Pace Car Lenkwerk 1600909folgend – den Kurs mit ihrem Morgan mehrfach umrunden. Das es unvermindert regnete, das war für niemanden ein Thema. Die beeindruckende Streckenführung des 4,2 km langem Kurses war deutlich wichtiger. Die Höhendifferenz auf der Gesamtlänge beträgt 72 m, das größte Gefälle beträgt 26% (Mausefalle), die größte Steigung gleich danach 21%. Das Pace Car gab eine Geschwindigkeit von ca. 60 – 70 kmh vor, was bei dem Wetter sicher angemessen, fast sportlich war. Die 9 Rechts- und 10 Linkskurven waren teilweise sehr anspruchsvoll. Selbst die etwas längeren Geraden, stellen durch ihre Wannen und Kuppen hohe Ansprüche an Fahrzeug und Fahrer. Nicht für unsere kleine Testfahrt, aber wenn hier Rennfahrzeuge, mit einem Schnitt von bis zu 160 kmh um den Kurs getrieben werden, dann ist die Belastung sicher mindestens mit dem vergleichbar, was auf der Nordschleife mit Fahrer und Fahrzeug passiert.

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Für die Teilnehmer war das beeindruckend und ein krönender Abschluss für die Ausfahrt. Charles Morgan und alle die nicht dabei waren, haben etwas verpasst. Sein Chef-Designer wird ihm sicher berichten. Möglicherweise klappt es mit seiner Teilnahme ja beim dann nächsten Mal.
Das Foto vom Morgan im Aquaplaning-Drift hat der Teilnehmer Günter Biener an anderer Stelle aufgenommen. Es hätte aber auch, was das Wetter betrifft,  am Bilster Berg sein können.

Neues vom 19.10.2013

Mr. Morgan verlässt die Firma Morgan. Wenn es stimmt, dass Charles Morgan das Unternehmen verlassen hat, könnte das der Grund für seine Absage sein. Mehr Info dazu unter:
http://de.autoblog.com/2013/10/19/charles-morgan-verlasst-kultige-sportwagen-firma/

 

Sonntag, 13. Oktober 2013
Jürgen Feye-Hohmann
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