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OCC-Versicherungsinformation

Sommerzeit ist Reisezeit.
Warum also nicht einmal mit dem Oldtimer in den Urlaub fahren? Wenn Sie sich für einen Oldtimer-Urlaub entscheiden, sollten Sie sich vor längeren Fahrten, beispielsweise in die Toskana oder an die Côte d’Azur, die Zeit nehmen, einige wichtige Punkte zu bedenken und zu organisieren.

Technik-Check
Bevor der Urlaub ruft, empfiehlt es sich den Zustand des Klassikers auf Herz und Nieren zu überprüfen. Eventuell auftretende Mängel können so bereits im Vorfeld behoben werden.

Besonders wichtig ist es, sich den Motor anzusehen. Nach Öl- oder Kühlwasserspuren kann in dem Zuge dann auch gleich geschaut werden. Der Keilriemen sollte fest sitzen und darf nicht porös oder beschädigt sein, ebenso die Schläuche und Kabel. Steckverbindungen sollten auf festen Sitz geprüft werden. Die Flüssigkeitsstände (Kühlmittel, Wischwasser und Öl) werden generell überprüft - steht ohnehin ein Ölwechsel an, sollte das dann vor der Urlaubsfahrt erledigt werden. Das gilt auch für den Austausch von Bremsbelägen und -flüssigkeit. Ebenfalls wichtig ist die Kontrolle der Beleuchtung sowie der Scheibenwischerblätter. Der Reifendruck muss der Beladung angepasst werden und dass Gepäck sollte so verstaut sein, dass schwere Teile im Kofferraum unten liegen.

Denken Sie auch daran, dass es in der EU auch kein verbleites Benzin mehr gibt. Da viele Oldtimermotoren Blei-Ersatz benötigen, sollte immer ein ausreichender Vorrat mit auf die Reise gehen. Und da auch eine Panne trotz bester Vorbereitung nie völlig ausgeschlossen werden kann, sollte nicht nur das passende Werkzeug an Bord sein, sondern auch ein kleines Ersatzteilpaket mit dem Nötigsten u. a. die passenden Sicherungen für Ihr Fahrzeug.

Nehmen Sie sich die Zeit, den Stand von Öl, Kühl- und Scheibenwischwasser sowie der Bremsflüssigkeit auch während des Urlaubs zu überprüfen. Diese Maßnahmen sind mit wenig Aufwand erledigt, können aber größere Pannen vorbeugen und so gegebenenfalls sogar Ihren Urlaub retten.

Diebstahlschutz

Schützen Sie ihren Klassiker im Urlaub vor Diebstahl. Verschiedene Maßnahmen können helfen, das Risiko zu minimieren. Neben den klassischen Schutzsystemen wie Lenkradkralle oder Radklammer, sind auch technische Finessen wie Relais und Kippschalter, die die Zündung oder Benzinzufuhr unterbrechen, eine Option. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch GPS-Sender. Diese werden im Fahrzeug verbaut und ermöglichen eine Ortung zum Beispiel via Smartphone. Neben diesen technischen Diebstahlschutzmaßnahmen, ist es vor allem wichtig, den Wagen nie unbewacht zu parken und sich am besten vor Reiseantritt nach sicheren Parkmöglichkeiten am Zielort zu erkundigen.

Versicherung

Wer mit seinem Fahrzeug ins Ausland fährt, muss die Versicherungsvorschriften des Urlaubslandes erfüllen. Viele Länder erkennen die Bescheinigung der Kfz-Haftpflichtversicherung aus dem jeweiligen Heimatland des Urlaubers an. Die Bestätigung (Grüne Karte) über den bestehenden Versicherungsschutz können Sie kostenlos bei Ihrer Oldtimer-Versicherung anfordern. Bitte achten Sie aber darauf, dass die Karte in der Regel nur drei Jahre gültig ist und besorgen Sie sich gegebenenfalls vor Ihrem Urlaub eine Neue. In den EU-Staaten gilt die Grüne Karte uneingeschränkt. Sollten Sie eine Fahrt ins Nicht-EU-Land planen, informieren Sie sich sicherheitshalber bei Ihrer Versicherung, ob der Schutz auch in Ihrem Wunschurlaubsland gewährleistet ist.

Auch auf die jährlich vereinbarte Fahrleistung sollten Sie vor Reiseantritt noch einen Blick werfen, um diese mit dem gewünschten Reiseziel abzugleichen. Wird die erhöhte Laufleistung durch die Urlaubsreise überschritten, sollten Sie dies vorab Ihrem Versicherer anzeigen, um unliebsamen Überraschungen im Schadenfall vorzubeugen.

Sollte es unglücklicherweise zu einem Unfall im Ausland kommen, finden Sie auf der Rückseite Ihrer Grünen Karte die Rufnummern der zuständigen Einrichtungen zur Abwicklung von Autohaftpflichtfällen im Ausland. Kontaktieren Sie das „Büro Grüne Karte“ ihres Urlaubslandes, um den Unfall dort zu melden und informieren Sie nach Möglichkeit auch Ihren heimischen Versicherer über den Schaden.

Zulassung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zulassungsart Ihres Fahrzeugs: ist das „Urlaubsmobil“ mit einem Saison- oder H-Kennzeichen ausgestattet, darf es problemlos im Ausland bewegt werden, denn diese Kennzeichen sind in allen EU-Ländern anerkannt.
Vorsicht ist hingegen beim roten 07er-Kennzeichen geboten und das gleich aus zwei Gründen: zum einen ist es ein Wechselkennzeichen und wird deshalb mitunter im Ausland nicht anerkannt. Zum anderen ist dieses Kennzeichen an die Grundbedingung geknüpft, dass das Fahrzeug nur für Fahrten zu Oldtimer-Veranstaltungen, in Werkstätten und zu Prüf- und Einstellfahrten genutzt werden darf. Reine Urlaubsfahrten ohne konkreten Oldie-Bezug sind mit dem roten 07er-Kennzeichen somit nicht erlaubt. Im Zweifelsfall sollten Sie sich vor der Fahrt über die geltenden Einreisebestimmungen informieren, um sicherzustellen, dass Ihre Zulassung anerkannt wird.

Darüber hinaus gelten für die Auslandsreise mit dem Oldie die gleichen Richtlinien wie für Fahrten mit anderen Pkw. Am besten informieren Sie sich vorab über Regelungen zu Mautgebühren, Umweltzonen, Warnwesten- oder Tagfahrlicht, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Sollte es trotz gewissenhafter Vorbereitung einmal zu Unstimmigkeiten mit der örtlichen Polizei kommen, gilt: Bestehen Sie zur Klärung auf einen Dolmetscher und einen Sachverständigen, denn auf diese Unterstützung hat jeder EU-Bürger im Ausland ein Anrecht.

Eine Oldtimerreise ist ein Urlaub der ganz besonderen Art, der Ihnen die Chance bietet Ihr Fahrzeug noch einmal völlig neu kennenzulernen. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, Ihren Oldtimer-Urlaub gut zu planen und vorzubereiten. Dann steht einer entspannten Reise mit Ihrem Klassiker nichts mehr im Wege. Laden Sie sich gleich die OCC-Checkliste für den Oldtimer-Urlaub herunter.

Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt!

Bericht und Foto: OCC-Versicherung

Mittwoch, 09. August 2017
Jürgen Feye-Hohmann
OCC-Presseinfo
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